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Bauphase 4 (vor 1511)

Wie im Baualtersplan ersichtlich, wurden in diesem Zeitraum die Bauteile L-R und wahrscheinlich auch L mit einem Tonnengewölbe und Stichkappen versehen. Der räumliche Versprung, in der Abb. unten links mit rot dargestellt (aus Phase 3), erforderte im Zuge der Gewölbeerrichtung in L-R, eine trennende Wand mit Türöffnung, in der Abbildung mit grün dargestellt. Ein Putzfenster (Kapitel unten: "Das Gewölbe in Bauteil L") gibt Aufschluss darüber, dass es sich um eine Türöffnung mit Steingewände handelt.

DAS GEWÖLBE IN BAUTEIL L

Aufgrund formaler Parallelen zwischen den Gewölben in L und L-R wird angenommen, dass ein in etwa gleichzeitiger Gewölbeeinbau in beiden Bauteilen stattgefunden hat. Zwei Befunde sprechen für den nachträglichen Gewölbeeinbau:

1. Ein Putzfenster zeigt aufgrund der stark unterschiedlichen Mörtelqualitäten, dass hier zwei verschiedene Arbeitsschritte bei Errichtung von Mauerwerk und Gewölbe vorliegen.

2. Einen augenscheinlichen Hinweis liefert das Detail in der Abb. rechts: Da der Putz hinter das Gewölbe zieht ist eindeutig erwiesen, dass die Mauer zum Zeitpunkt der Gewölbeerrichtung bereits existierte.