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Das Hofer-Haus ist von zahlreichen Raumerweiterungen gekennzeichnet, die den jeweiligen Nutzerwünschen angepasst aus der Gebäudehülle hervortreten; in den Abb. unten mit hellgrüner Farbe gekennzeichnet. Mit Bauphase 9 wird von mir jener lange Zeitraum bezeichnet, in dem alle diese Erweiterungen vorgenommen wurden. Die Daten für Erweiterungsbauten, die mir entsprechend der Angaben durch Herrn DI Wolfart Hofer geläufig sind, wurden im Baualtersplan vermerkt. Michael Seifert schreibt in seiner bereits erwähnten Publikation, dass 1806 der Färber Franz Wagendorfer das Gebäude kaufte. Er ließ sich das Färberecht vom Haus seines Vaters auf das spätere Hofer-Haus übertragen. Laut Aussage durch Herrn DI Wolfhart Hofer sind die letzten, rückwärtigen Erweiterungsbauten, die bis vor kurzem u.a. als Öltank und Heizraum (Abb. unten links) in Verwendung waren, auf Maßnahmen durch diesen Färber Franz Wagendorfer zurückzuführen. Dessen Sohn Gregor war nach dem damals neuen Gemeindegesetz erster Bürgermeister Aussees. 1889 ging das Gebäude schließlich in den Besitz der Familie Hofer über. Ein wesentlicher Erweiterungsbau danach war der ebenerdige Zubau, der heute eine direkte Verbindung zwischen den Bauteilen L und S ermöglicht; vgl. Abb. unten rechts.

DACHSTUHL
Die Untersuchung eines Dachstuhles kann im Rahmen bauforscherischer Tätigkeit durchaus auch Rückschlüsse auf das aufgehende Mauerwerk liefern. In diesem Fall ist es aufgrund der Aufstockung zum dreigeschossigen Objekt in Phase 7 unmöglich diese Rückschlüsse zu ziehen, zumal der sehr große Dachstuhl vorwiegend aus zweit-, dritt-, … verwendeten Hölzern besteht. Eine bautechnisch richtige Definition für den Dachstuhl zu nennen, ist nicht möglich. Man bekommt hier noch einmal den Eindruck der zahlreichen Veränderungen, die das Haus im Laufe der Jahrhunderte erfahren hat.
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